„aufstehen gegen Antisemitismus“

Fazit aus dem fünftägigen Seminar und dem öffentlichen Zukunfts- und Generationengespräch im PKC

12 junge Teilnehmende – zumeist Studierende – haben Ende Mai und Anfang Juni in fünf Tagen erforscht, wofür man eigentlich ist, wenn man gegen Antisemitismus ist. Oder, anders formuliert: Was macht das eigene Leben aus oder bunt oder was fühlt sich einfach lebendig an? Zusammen mit fünf Referenten (w/m/d) hat die Gruppe sehr intensiv gelernt und diskutiert. Abschließend haben wir eingeladen zu einem öffentlichen Zukunfts- und Generationengespräch in der ehemaligen Synagoge, um die Erfahrungen zu teilen und gemeinsam auszuloten, wie „aufstehen gegen Antisemitismus“ im Alltag und im Leben von uns einzelnen auf positive Weise möglich ist!

„Standing Up Against Antisemitism“ – summary from the five-day seminar and the public discussion

At the end of May and the beginning of June, 12 young participants spent five days exploring what one stands for when standing up against antisemitism. What makes one’s own life unique, colorful, or simply feel alive? Together with five speakers, the group engaged in very intensive learning and discussions. To conclude, we invited the public to a generational discussion at the former synagogue to share our experiences. We explored together how „standing up against antisemitism“ can be positively implemented in the lives of each of us!

Die Teilnehmenden haben für die fünf Tage insgesamt ein sehr gutes Fazit gezogen (in Schulnoten würde man „1-2“ sagen), auch wenn die innerliche Auseinandersetzung mit dem Thema und dem dichten Programm als wirklich anstrengend und emotional herausfordernd wahrgenommen wurden. Aber, wie schon der frühere Oldenburger Rabbiner Leo Trepp wußte: Nur wer sich mit dem Judentum beschäftigt, kann dem Antisemitismus etwas entgegensetzen.

WIR BEDANKEN UNS GANZ HERZLICH BEI UNSEREN FÖRDERERN, DIE DIESES FÜNFTÄGIGE SEMINAR ERMÖGLICHT HABEN! DAS SIND DIE STIFTUNG KUNST, KULTUR UND BILDUNG DER KREISSPARKASSE LUDWIGSBURG SOWIE DIE WÜSTENROT STIFTUNG.

Hier folgen sämtliche Materialien, welche uns die Referentin und die Referenten anschließend an das Seminar dankenswerter Weise zur weiteren Vertiefung zur Verfügung gestellt haben.

Dr. Imen Ben Temelliste von der Muslimischen Akademie in Heidelberg:

Hier ist der Link zur Homepage des jüdischen Künstlers und Kalligraphs Tobias Christ.

Ruben Franz hat mit uns einen Poetry Slam – Workshop durchgeführt:

Erdal Tekin hat über „Schalom und Salam“ gesprochen, hier ist der Link dazu.

Victor Márki hat uns etliche Buchempfehlungen und Links zu den Themen „Zionismus“ und „Israelbezogener Antisemitismus“ gegeben:

Brenner, Michael: „Geschichte des Zionismus“. München 2002.
Brenner, Michael: Kleine jüdische Geschichte. München 2008. 
Brumlik, Micha: Kritik des Zionismus. Hamburg 2007.
Grigat, Stephan: Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung, Hamburg 2014.
Krämer, Gudrun: Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israels. München 2002.  
Lewis, Bernard: Die Juden in der islamischen Welt. München 2004.
Morris, Benny: 1948. Der erste arabisch-israelische Krieg, Berlin 2023.

„Zionismus“-Artikel von der Bundeszentrale für politische Bildung
„Israelfeindschaft“-Artikel von der Amadeu-Antonio-Stiftung
„Antisemitismus in 3D“-Artikel von der Zeitung HaGalil (Jüdisches Leben Online)

Decker, Oliver, Kiess, Johannes, Heller, Ayline, Schuler, Julia, Brähler, Elmar: Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten. Neue Herausforderungen-alte Reaktionen? Leipzig 2022.
Zick, Andres; Küpper, Beate (Hrsg.); Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21, Bonn 2021.

Bei Interesse können Sie die das komplette Seminarprogramm von „Aufstehen gegen Antisemitismus“ hier nachlesen: