OH DU MEIN KLEINES DORF!

Theaterspaziergang mit dem historischen Mercedes von Julius Marx

AUCH DIE ZWEITE ÖFFENTLICHE AUFFÜHRUNG AM 16.06.2024 IST AUSVERKAUFT. SIE KÖNNEN SICH FÜR DIE DRITTE AUFFÜHRUNG AM 07.07.2024 ANMELDEN ODER MIT EINER GRUPPE IHREN WUNSCHTERMIN BUCHEN…

MICHAEL VOLZ, Leiter für Pädagogik & Kultur

Das Publikum trifft sich vor der ehemaligen Synagoge und läuft gemeinsam zum jüdischen Friedhof, während es ein Radiofeature über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Julius Marx hört. Der umtriebige Direktor der Firma Autoteile Marx nimmt die Zuschauer (w/m/d) mit auf die Reise in seine Vergangenheit…

New theatre walk: In 1970, Julius Marx was the last person to be buried in the Jewish cemetery; a few years earlier, he came to Freudental from Zurich to choose his grave site. The audience meets Julius Marx with his historic Mercedes right in front of the cemetery gate. He survived the Nazi era in exile in Switzerland because he recognized the signs of the times earlier than others and emigrated. Finally, it’s about the never-forgotten homeland of Freudental, to which Julius Marx is constantly drawn back and which he also describes in his poem ‘‘Oh Du mein kleines Dorf!‘‘.

1970 wurde Julius Marx als Letzter auf dem Jüdischen Friedhof beerdigt, wenige Jahre vorher kam er aus Zürich nach Freudental, um sich vor Ort seinen Grabplatz auszusuchen. Das Publikum trifft Julius Marx Zigarre rauchend an seinem Auto direkt vor dem Friedhofstor. Von hier aus folgt man Marx und seinem Mercedes auf der Reise zurück in seine Vergangenheit.

Die Nazi-Zeit überlebt Julius Marx im Schweizer Exil, weil er früher als andere die Zeichen der Zeit erkennt und emigriert. Von seinem Wohnsitz in Zürich aus spioniert er gegen das Deutsche Reich und hilft anderen vom Nazi-Regime Verfolgten, insbesondere Schriftstellern.

In den 1920er Jahren hat der Geschäftsmann Julius Marx mit seiner ersten Firmengründung und etlichen Patenten für elektrische Autozubehörteile großen Erfolg in Stuttgart, findet seinen Platz in der gehobenen Gesellschaft und ist sogar Konkurrent von Robert Bosch.

Tapfer kämpft Marx im ersten Weltkrieg sowohl in Frankreich als auch in Polen und in Italien, erhält das Eiserne Kreuz und wird zum Leutnant befördert. Trotzdem muss er feststellen, dass entgegen aller Hoffnungen auch im Militär viele Kameraden antisemitisch denken und handeln.

Zum Schluss geht es um die nie vergessene Heimat Freudental, die Julius Marx in seinem Gedicht „Oh Du mein kleines Dorf!“ beschreibt und in die es ihn immer wieder zurückzieht. Für den Theaterspaziergang haben wir die Bücher und das im PKC gehütete Archiv von Julius Marx ausführlich studiert – einige besondere Funde sind im Glaszelt ausgestellt. Freuen Sie sich auf ein spannendes Stück Zeitgeschichte und viel Lokal- und Regionalbezug!

Hören Sie hier ein zweiminütiges Radiofeature über den Theaterspaziergang „Oh Du mein kleines Dorf“; es spricht Anja Kieser vom „radio m“, der Hörfunkagentur der Evangelisch-methodistischen Kirche.

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Das PKC Freudental bietet für Gruppen ab zehn Personen thematische Führungen oder den Theaterspaziergang „Oh Du mein kleines Dorf“ zum Wunschtermin an. Empfehlenswert ist es, dafür mindestens zwei Stunden Zeit mitzubringen. Bitte planen Sie eine Spende an das PKC von € 15 pro Person ein (ermäßigt € 10). Auf Ihre Anfrage freut sich:

Michael Volz, Leiter für Pädagogik & Kultur
Telefon: 07143 – 24142
E-Mail: michael.volz@pkc-freudental.de