Jugendguide-Ausbildung im PKC

Zusammen mit anderen Gedenkstätten und mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) haben wir das Abschlusswochenende dieser mehrstufigen Ausbildung im PKC realisiert. Inhalte waren die Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg und der lange Weg der Erinnerung, aber auch ganz handfeste Vorbereitungen auf die ersten Führungen als Jugendguide.

Anhand eines Zeitstrahls vom Kriegsende 1945 bis heute haben wir historische Daten der Erinnerung wie die Zeit der Entnazifizierung noch in den 40ern, die Fernsehserie Holocaust 1979 und die Rede von Bundespräsident von Weizsäcker 1985 im Zusammenhang mit der Gründung der verschiedenen Gedenkstätten betrachtet. Dabei fiel auf, dass es immer wieder Fort- und Rückschritte im Erinnern gegeben hat.

Am Samstagnachmittag haben die Teamerinnen und Teamer aus den verschiedenen Gedenkstätten Workshops zu den Themenbereichen „jüdisches Leben“, „Konzentrationslager“ und „erste Führungen“ angeboten. Konkret ging es um „Schwarze Pädagogik in der Nazi-Zeit und ihre Folgen“, um Antisemitismus im Lauf der Zeit, um Stimme, Stand und Status und um den Umgang mit den Tätern in der Nachkriegszeit.

Eine Kleingruppe hat sich kreative Gedanken für die Vermittlung der Gedenkstätten-Inhalte heute gemacht und Ideen gesammelt für eine weitere Ausgestaltung des Gartens der Erinnerung in Freudental. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam ein sehr gutes Feedback für die reichhaltigen und vielfältigen Angebote, die Abwechslung, die sehr gute und angenehme Arbeitsatmosphäre, den anregenden Austausch zwischen den in der Gedenkstättenarbeit erfahrenen älteren Erwachsenen und den die Vermittlungsarbeit beginnenden jüngeren Erwachsenen.

Weitere Treffen und Fortbildungsangebote sind bereits in der Planung!