Film FREUDENTAL mit Nachgespräch
Mit seinem Dokumentarfilm FREUDENTAL begibt sich Thomas Lahusen auf die Suche nach den Wurzeln seiner Familie. Die Geschichte seiner Vorfahren führt zurück nach Freudental und erzählt von jüdischem Leben, Verfolgung und den Wegen familiärer Erinnerung.
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Eine archäologische Reise in die Wurzeln einer Familie: eine Großmutter, die in eine jüdische Bauernfamilie in Freudental bei Stuttgart hineingeboren wurde und während der Hitlerzeit die meisten ihrer Verwandten verlor; ein Großvater, geboren in Buenos Aires und aufgewachsen in einer Familie deutscher Industrieller, der im Ersten Weltkrieg als Kampfpilot diente und als Komponist christlicher Kirchenmusik bekannt wurde; die Mutter des Erzählers, die die Berliner Musikhochschule verlassen musste, weil sie das Stigma trug, „halbjüdisch“ zu sein; sowie einige Familienmitglieder aus Freudental, denen die Auswanderung nach Amerika gelang.
Der Film führt die Zuschauer vom brennenden Berlin des Jahres 1944 zu dem idyllischen Haus, in dem der Erzähler geboren wurde. Es liegt auf einem Hügel mit Blick auf den Bodensee. Unterhalb dieses Ortes wurde Anfang 1945 von Häftlingen aus Dachau eine geheime Flugzeugfabrik errichtet.
Weitere Schauplätze sind der Wohnsitz des Erzählers in einem nordamerikanischen Hochhaus; das München der 1920er-Jahre, wo sein Großvater seine Frau kennenlernte und seine Laufbahn als Komponist begann; Auschwitz, wo er sich auf die Suche nach Spuren seiner Familienangehörigen begibt; Berlin zu Beginn der 1940er-Jahre; und schließlich Freudental im Jahr 2017, wo sich jüdische Nachkommen des Dorfes versammeln, um sich wieder mit ihren Wurzeln zu verbinden.
Der Film umfasst Familienfotografien, offizielle Dokumente und historisches Archivmaterial, das überwiegend aus dem Bundesarchiv stammt.
