<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Exkursionen - PKC Freudental</title>
	<atom:link href="https://pkc-freudental.de/category/exkursionen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://pkc-freudental.de</link>
	<description>Pädagogisch-Kulturelles Centrum</description>
	<lastBuildDate>Sun, 31 Aug 2025 08:52:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9</generator>

<image>
	<url>https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2025/07/cropped-Webicon-32x32.png</url>
	<title>Exkursionen - PKC Freudental</title>
	<link>https://pkc-freudental.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Tagesexkursion in die SchUM-Stadt Mainz</title>
		<link>https://pkc-freudental.de/tagesexkursion-in-die-schum-stadt-mainz/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tagesexkursion-in-die-schum-stadt-mainz</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2024 09:39:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte / Pressestimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Exkursionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pkc-freudental.de/?p=4011</guid>

					<description><![CDATA[<div class="entry-summary">
Mit dem PKC zum UNESCO Welterbe - hier ist der Reisebericht!
</div>
<div class="link-more"><a href="https://pkc-freudental.de/tagesexkursion-in-die-schum-stadt-mainz/" class="more-link">Lies weiter<span class="screen-reader-text"> &#8220;Tagesexkursion in die SchUM-Stadt Mainz&#8221;</span>&#8230;</a></div>
<p>The post <a href="https://pkc-freudental.de/tagesexkursion-in-die-schum-stadt-mainz/">Tagesexkursion in die SchUM-Stadt Mainz</a> first appeared on <a href="https://pkc-freudental.de">PKC Freudental</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem PKC zum UNESCO Welterbe</strong> <strong>&#8211; hier ist der Reisebericht!</strong> </p>



<p>Nach einem sehr frühen Start und einer angenehmen Reise erreichten wir Mainz, die Muttergemeinde des sogenannten SchUM-Verbunds, dem auch die bereits 2019 von uns besuchten Städte Worms und Speyer angehörten. Die Bezeichnung SchUM setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der drei hebräischen Städtenamen: Schpira, Warmaisa und Magenza. Auf der Fahrt im Bus hörte die Gruppe einige launige jiddische Anekdoten und die Kurzgeschichte vom &#8222;jüdischen Papst&#8220; (Elchanan, Sohn des großen Rabbiners Schimon aus Mainz), vorgetragen von Rudolf Guckelsberger. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/20240623-Andreas-Berg-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4022"/><figcaption class="wp-element-caption">Andreas Berg und Katrin Bug begrüßten die Gruppe vor der Synagoge. </figcaption></figure>



<p>Vor und in der Mainzer Synagoge &#8222;Gershom Bar Jehuda&#8220; bekamen wir eine kenntnisreiche Führung durch Herrn Andreas Berg, der früher Redakteur beim SWR war. Auf der großen Eingangstür steht in hebräischer Sprache &#8222;Meor Hagola, Beth Knesseth Magenza&#8220;, das heißt übersetzt &#8222;Leuchte des Exils, Haus der Versammlung Mainz&#8220;. Mit dieser Erleuchtung der Diaspora ist eben der berühmte Rabbiner Gershom gemeint, der hier eine Rabbinersynode einberief. In Mainz wurde um die Jahrtausendwende beschlossen, dass im Judentum die Monogamie und ein modernes Scheidungsrecht eingeführt werden (bei welchem die Frauen den von ihnen erwirtschafteten Besitz behalten durften). Weiterhin wurde von den Juden und Jüdinnen, welche ja lesen und schreiben konnten, das Briefgeheimnis eingeführt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Meor-Hagola-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-4031"/><figcaption class="wp-element-caption">Meor Hagola &#8211; Leuchte des Exils</figcaption></figure>



<p>Die Synagoge nach den Plänen des Kölner Architekten Manuel Herz wurde 2014 sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen fertiggestellt. Die Architektur ist geprägt von interessanten Ein-, Durch- und Ausblicken, die die unterschiedlichen Räume abwechslungsreich miteinander verbinden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/20240623-Innenansichten-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4024"/><figcaption class="wp-element-caption">Die spannende Architektur des Gemeindezentrums von Manuel Herz </figcaption></figure>



<p>Die fünf hebräischen Buchstaben des Wortes &#8222;Kedushah&#8220; (Heiligung) geben dem modernen Bau eine besondere Form und Gliederung. Das Kof symbolisiert ein Schofar, welches in die Stadt Mainz hineinschallen soll. Von außen ist die Stahlbetonkonstruktion mit 18.000 gebrannten Kacheln belegt, die auf Gehrung gesägt sind und in einem changierenden grünen Farbton erstrahlen, Sinnbild der Lebendigkeit des Judentums!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Kof-zwei-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-4030"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Kof (rechts) steht für das Schofar, das in die Stadt ruft. <br>Leider muss auch diese Synagoge von der Polizei bewacht werden. </figcaption></figure>



<p>Mainz ist eine der ältesten jüdischen Gemeinden in Europa. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum jüdischer Lehre und Religion, auch durch die Kalonymiden (s.u.) &#8211; allerdings nur bis zu den Kreuzzügen im Jahr 1095, als eine Blutspur durch Europa gezogen wurde. Die Mainzer Gemeinde mit über 1000 Menschen wurde ausgelöscht&#8230; Davon haben sich diese und die anderen Stadtgemeinden nicht mehr erholt und bis zum 18. Jahrhundert haben die meisten Jüdinnen und Juden in kleinen Landgemeinden gelebt. </p>



<p>Die erst 1912 an dieser Stelle errichtete Mainzer Hauptsynagoge wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 geplündert und in Brand gesetzt &#8211; von ihr zeugen jetzt nur noch Fragmente der Säulenhalle auf dem Synagogenvorplatz. Mehr als 70 Jahre nach ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten erhielt die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt 2010 mit der neuen Synagoge wieder ein sichtbares Zeichen für ein neues, lebendiges Judentum. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Toraschrein-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-4032"/><figcaption class="wp-element-caption">Andreas Berg vor dem geöffneten Mainzer Toraschrein</figcaption></figure>



<p>Nach einer kurzen Busfahrt führte uns Prof. Dr. Andreas Lehnardt von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über den ältesten jüdischen Friedhof Europas, den &#8222;Judensand von Mainz&#8220;. Der Friedhof wurde leider mehrfach zerstört, sodass man bei Bauarbeiten immer wieder Steine (weit) jenseits seiner heutigen Grenzen aufgefunden hat. In Mainz hat man jüdische Grabsteine zweckentfremdet für Hafen- und Festungsbau, aber auch für den privaten Hausbau. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Gruppenbild-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4092"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Gruppe lauscht konzentriert den Ausführungen von Prof. Lehnardt. </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Judensand-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4037"/><figcaption class="wp-element-caption">Teils zerstörte Grabsteine auf dem jüngeren Teil des Judensands</figcaption></figure>



<p>Im jüngeren Teil, der früher außerhalb der Stadt und entlang der Römerstraße lag, findet man heute nur noch Grabsteine aus der Zeit von 1700 bis 1880. Wir besuchten weiterhin die Grabsteine von Rabbiner Gershom Bar Jehuda sowie diejenigen berühmter Kalonymiden (Kalonymos bedeutet &#8222;Schem tov&#8220;, also &#8222;guter Name&#8220;). Hier lagen viele Bittzettel und es gab eigene Behältnisse für Seelenlichter, denn fromme Juden hoffen, dass diese Fürsprecher ihnen bei persönlichen Problemen auch helfen können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/20240623-Judensand-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4025"/><figcaption class="wp-element-caption">Am Grab von Gershom bar Jehuda liegen etliche Bittzettel. </figcaption></figure>



<p>Die Grabsteine sind nicht alle nach Jerusalem ausgerichtet, sondern oft an anderen als den Ursprungsorten wieder aufgestellt worden und führen in einem Slalom-Parcours bergauf. Man spricht also besser von einem &#8222;Denkmalfriedhof&#8220;. Insgesamt befinden sich auf dem Judensand etwa 1500 Grabsteine; heute ist dieser Friedhof das letzte verbliebene Monument, welches von der Blütezeit der jüdischen Gemeinde in Mainz zeugt. Der Talmud sagt übrigens, dass im Tod alle gleich sind, deshalb sind auch auf den jüdischen Friedhöfen Männer und Frauen gleichberechtigt, was zum Beispiel die Größe der Grabsteine oder deren Schmuck angeht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Judensand-5-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4041" style="width:889px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Rudolf Guckelsberger trägt &#8222;Rabbi Amrams Begräbnis&#8220; vor: Der Wunderrabbi wurde nach seinem Tod in Köln in ein Schiff gelegt, dieses fuhr von ganz alleine rheinaufwärts und in Mainz wurde er dann unter einigermaßen erstaunlichen Umständen auf dem jüdischen Friedhof beerdigt. </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4044" srcset="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-1024x576.jpg 1024w, https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-300x169.jpg 300w, https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-768x432.jpg 768w, https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-1536x864.jpg 1536w, https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/2024/06/Judensand-4-2-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rast auf historischen Säulen am Rande des Judensands</figcaption></figure>



<p>Nach einem zünftigen Mittagessen mit Mainzer Spezialitäten spazierte die Gruppe weiter zur katholischen Kirche St. Stephan. Die älteste gotische Hallenkirche am Mittelrhein wurde um 1340 fertiggestellt, aber im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/20240623-St.-Stephan-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4045"/><figcaption class="wp-element-caption">Nordportal von St. Stephan in Mainz</figcaption></figure>



<p>Unser Ziel waren natürlich insbesondere die Glasfenster des weltberühmten Künstlers Marc Chagall, die mit ihrer außergewöhnliche Farbigkeit die ganze große Kirche erfüllen. Alle Fenster haben die blauen Grundtöne gemeinsam, die das Geheimnis des unsichtbaren Gottes andeuten. Marc Chagall wünschte sich dafür insgesamt 18 unterschiedliche Blautöne&#8230;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/165-St.-Stephan-in-Mainz-HDR-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4088"/><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den Hochchor von St. Stephan zu Mainz</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/135-St.-Stephan-in-Mainz-514x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4081"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Beter (unten links): &#8222;Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.&#8220;  (Ps 119, 105) &#8211; Oben ist König David mit seiner Harfe zu sehen. </figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/136-St.-Stephan-in-Mainz-545x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4082" style="width:545px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Alle Fotos der Chagall-Fenster stammen von Herbert Pötzsch. </figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/140-St.-Stephan-in-Mainz-470x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4086" style="width:470px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Unten ist die Schöpfung zu sehen, oberhalb der Mitte steht König David <br>mit seiner Harfe und darüber ist der gekreuzigte Jesus <br>als leidender Jude dargestellt (sein Lendentuch ist ein Tallith). </figcaption></figure>
</div>


<p>Siegfried Kirsch vom Kirchengemeinderat erläuterte einige besondere Details wie z.B. die Paradiesszene mit Adam und Eva. Diese sind als Zeichen ihrer gleichen Würde gleich groß gestaltet (dazu s.u. den Textauszug aus Genesis 2). </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/138-St.-Stephan-in-Mainz-601x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4084"/><figcaption class="wp-element-caption">Detail &#8222;Adam und Eva&#8220; im Garten Eden</figcaption></figure>
</div>


<p>Angeregt vom früheren Pfarrer von St. Stephan Monsignore Klaus Mayer werden mit dieser Kunst bedeutende Akzente für deutsch-französische Versöhnung sowie für die jüdisch-christliche Verbundenheit gesetzt. Die Fenster entstanden von 1976 bis 1985 und sind Marc Chagalls größtes Glaskunstwerk. Dabei stand er selbst im biblischen Alter von mehr als 92 Jahren&#8230; Chagalls Arbeit wurde nach seinem Tod behutsam ergänzt von Charles Marc, dem Seniorchef des Glas-Ateliers Jacques Simon in Reims. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/150-St.-Stephan-in-Mainz-verbessert-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4085"/><figcaption class="wp-element-caption">Glasfenster von Charles Marc im südlichen Querhaus</figcaption></figure>



<p>Die Kriegsbeschädigungen von St. Stephan sind im Kreuzgang auch ablesbar an der aus dem Glockenturm gefallenen Glocke, so Prof. Lehnardt abschließend. Eigentlich wollte der Jude Marc Chagall seine Kunst ja nicht ins Täterland Deutschland bringen, aber schließlich hat er sich umstimmen lassen und man findet hier &#8211; so wie in Zürich, Metz, Reims, Sarrebourg, Jerusalem und wenigen anderen Orten &#8211; ganz besondere Glasfenster aus seiner Hand. Mit seiner besonderen Sicht auf biblische bzw. Tora-Texte öffnet er vielen Menschen einen Weg zur Botschaft Gottes vom Frieden und vom ewigen Bund mit den Menschen, symbolisiert durch den Regenbogen über der Arche von Noah. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Kreuzgang-3-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4053"/><figcaption class="wp-element-caption">Detail im östlichen Kreuzgang: Freundschaft zwischen Juden und Christen</figcaption></figure>



<p>Im Kreuzgang hörten wir zum Abschluss noch einmal Rudolf Guckelsberger, diesmal mit Texten aus Martin Bubers Bibelübersetzung (Buber war ein Zeitgenosse Chagalls), unter anderem mit dem Schma Israel (5. Mose / Deuteronomium 6, 4-9 sowie Josua 1,8): <em>Höre Jissrael: ER unser Gott, ER Einer! Liebe denn IHN deinen Gott mit all deinem Herzen, mit all deiner Seele, mit all deiner Macht. Es seien diese Reden, die ich heuttags dir gebiete, auf deinem Herzen, einschärfe sie deinen Söhnen, rede davon, wann du sitzest in deinem Haus und wann du gehst auf den Weg, wann du dich legst und wann du dich erhebst, knote sie zu einem Zeichen an deine Hand, sie seien zu Gebind zwischen deinen Augen, schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und in deine Tore!  Nicht weiche dieses Buch der Weisung aus deinem Mund, murmle darin tages und nachts, damit dus wahrest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist, &#8211; alsdann machst du deine Wege gelingen, dann ergreifst dus.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/20240623-Kreuzgang-von-St.-Stephan-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4049"/><figcaption class="wp-element-caption">Lesung aus der Martin Buber &#8211; Übersetzung im Kreuzgang von St. Stephan</figcaption></figure>



<p>Zum Paradiesbild hörten wir folgenden Text (Genesis / 1. Mose 2, 18-25): <em>ER, Gott, sprach: Nicht gut ist, daß der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, ihm Gegenpart. ER, Gott, bildete aus dem Acker alles Lebendige des Feldes und allen Vogel des Himmels und brachte sie zum Menschen, zu sehn wie er ihnen rufe, und wie alles der Mensch einem rufe, als einem lebenden Wesen, das sei sein Name. Der Mensch rief mit Namen allem Herdentier und dem Vogel des Himmels und allem Wildlebenden des Feldes. Aber für einen Menschen erfand sich keine Hilfe, ihm Gegenpart. ER senkte auf den Menschen Betäubung, daß er entschlief, und nahm von seinen Rippen eine und schloß Fleisch an ihre Stelle. ER, Gott, baute die Rippe, die er vom Menschen nahm, zu einem Weibe und brachte es zum Menschen. Der Mensch sprach: Diesmal ist sies! Bein von meinem Gebein, Fleisch von meinem Fleisch! Die sei gerufen Ischa, Weib, denn von Isch, vom Mann, ist die genommen. Darum läßt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und haftet seinem Weibe an, und sie werden zu Einem Fleisch. Die beiden aber, der Mensch und sein Weib, waren nackt, und sie schämten sich nicht.</em></p>



<p>Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden und insbesondere bei den Mitwirkenden für den schönen Tag und freuen uns auf weitere gemeinsame Exkursionen!</p>



<p>Herbert Pötzsch, früherer 1. Vorsitzender unseres Vereins, hat uns dankenswerter Weise eine mit Musik und eigenen Texten unterlegte Diaschau als Video zur Verfügung gestellt, in der noch viele weitere Bilder, insbesondere von der neuen Synagoge Mainz sowie bezaubernde Aufnahmen von den Chagall-Fenstern aus St. Stephan in Mainz zu sehen sind. Viel Freude damit!  </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="2024 PKC-Ausflug nach Mainz vertont" src="https://player.vimeo.com/video/976652609?dnt=1&amp;app_id=122963" width="1400" height="788" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Video von Herbert Pötzsch</figcaption></figure><p>The post <a href="https://pkc-freudental.de/tagesexkursion-in-die-schum-stadt-mainz/">Tagesexkursion in die SchUM-Stadt Mainz</a> first appeared on <a href="https://pkc-freudental.de">PKC Freudental</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hundertwasser in Plochingen</title>
		<link>https://pkc-freudental.de/hundertwasser-in-plochingen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=hundertwasser-in-plochingen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Volz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 16:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte / Pressestimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Exkursionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pkc-freudental.de/?p=3476</guid>

					<description><![CDATA[<div class="entry-summary">
Bericht von der Tagesexkursion mit Dr. Joachim Hahn samt Vortrag "Die Tränen des Künstlers"
</div>
<div class="link-more"><a href="https://pkc-freudental.de/hundertwasser-in-plochingen/" class="more-link">Lies weiter<span class="screen-reader-text"> &#8220;Hundertwasser in Plochingen&#8221;</span>&#8230;</a></div>
<p>The post <a href="https://pkc-freudental.de/hundertwasser-in-plochingen/">Hundertwasser in Plochingen</a> first appeared on <a href="https://pkc-freudental.de">PKC Freudental</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bericht von der Tagesexkursion mit Dr. Joachim Hahn </strong></p>



<p>Am Sonntag, den 22. Oktober 2023, einem wunderschönen Herbsttag, fand die Exkursion zur Kunst von Friedensreich Hundertwasser in die kleine Stadt Plochingen am Neckar und an der Fils statt. Unser Referent, Pfarrer, Stadt- und Kreisrat Dr. Joachim Hahn, erwartete uns bereits am Jugendstil-Bahnhof &#8211; welcher der größte im Landkreis Esslingen ist. </p>



<p><em>On October 22nd 2023, the excursion to the art of Friedensreich Hundertwasser took place in the small town of Plochingen am Neckar and on the Fils. Our speaker, pastor, city and district councilor Dr. Joachim Hahn was already waiting for us at the Art Nouveau train station. For centuries, the small town lived from viticulture. Our walk through Plochingen first led to the Dettinger Cultural Park. Immediately afterwards, you could get a first glimpse of the rain tower of the &#8222;Hundertwasserhaus&#8220;. We learned how the artist melt his sad family history &#8211; more then 50 relatives were murdered by the Nazis &#8211; with his art by adding the &#8222;blood tears&#8220; to all his artworks. The &#8222;Hundertwasserhaus&#8220; is the very well-known landmark of Plochingen, which most people only know from driving past&#8230;</em></p>



<p>Jahrhundertelang lebte die kleine Ortschaft vom Weinbau, große Klöster wie z.B. das Kloster Roggenburg bei Ulm haben ihren Wein hierher bezogen, heute jedoch sieht man an den Hängen des Neckars nur noch die Baumwipfel des Schurwalds. Plochingen gehörte später teils zum Katharinenspital Esslingen, teils zur Abtei St. Blasien und wuchs mit der Schiffbarmachung des unteren Neckars bis zum Plochinger Hafen und mit dem Ausbau der Eisenbahn zu einem wichtigen Knotenpunkt und Industriestandort. </p>



<p>Eine internationale Nord-Süd-Postkutschenverbindung von Mechelen in Belgien nach Venedig in Italien ging allerdings schon seit altersher durch Plochingen, denn der Ort lag verkehrsgünstig zwischen den Reichsstädten Esslingen, wo der Neckar gequert wurde, und Ulm an der Donau. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Gelaende-Dettinger-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3485"/><figcaption class="wp-element-caption">Kunst spielt eine wichtige Rolle in Plochingen</figcaption></figure>



<p>Unser Fussweg durch Plochingen führte zunächst in den Kulturpark Dettinger, wo schon vor mehr als 30 Jahren ein Freiraum für Künstlerinnen und Künstler entstanden ist, und von dort an der Fabrikantenvilla vorbei &#8211; letztere wird von einem kleinen Drachen bewacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Drache-am-Fabrikantenhaus-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3478"/><figcaption class="wp-element-caption">Drache an der Fabrikantenvilla Dettinger</figcaption></figure>



<p>Gleich darauf konnte man aus der Straße des Weinheiligen Urban einen ersten Blick bis zum Regenturm des Hundertwasserhauses erhaschen. Dieser ist das Wahrzeichen Plochingens, welches die meisten Menschen nur vom Vorbeifahren kennen&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Auf-dem-Weg-zu-Hundertwasser-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3479"/><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Weg zu Hundertwasser</figcaption></figure>



<p>Plochingen hat jedoch noch mehr Kunst zu bieten, z.B. warten die acht Figuren der &#8222;Sabrina&#8220; von Wolfgang Thiel in unterschiedlichen Farben an unterschiedlichen Orten auf die Besucher, haben es jedoch manchmal auch schwer, ihre Reize wirklich auszuspielen&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Am-Fischbrunnen-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3481"/><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Sabrina&#8220; am Fischbrunnenplatz</figcaption></figure>



<p>Vor der Ottilienkapelle trafen wir den mittelalterlichen Plochinger Stadtherrn Bischof Marquardt von Randeck, der den Plochingern zu Beginn des 14. Jahrhunderts einerseits die Freskenbemalung der Ottilienkapelle und andererseits Ländereien und Handelsrechte schenkte. Unsere jüngste Teilnehmerin entziffert soeben seinen Namen&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Auf-Du-und-Du-mit-Marquard-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3483"/><figcaption class="wp-element-caption">Marquardt von Randeck vor der Ottilienkapelle, im Hintergrund das Alte Rathaus</figcaption></figure>



<p>Im Sitzungssaal des Alten Rathauses hörten wir den spannenden Vortrag über die &#8222;Tränen des Künstlers&#8220;, bei dem es insbesondere um die jüdische Herkunft des als Friedrich Stowasser geborenen Künstlers ging, um sein Erleben der Nazi-Diktatur und um die vielen in den Konzentrationslagern ermordeten Mitglieder seiner Familie. Wenn man diesen Hintergrund kennt, dann werden die vielen roten Linien und Tropfen in Hundertwassers Werken (auch in Plochingen) als Blutstränen verständlich, mit welchen er seiner tiefen Trauer Ausdruck verleiht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Vortrag-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3482"/><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Joachim Hahn bei seinem Vortrag im Alten Rathaus</figcaption></figure>



<p>Nun ging es zum Hundertwasserhaus, welches von zwei Seiten zugänglich ist, jedoch nur am Rande. Da es ein ganz normales Wohnhaus ist, werden die Führungen vor Ort auf ein Minimum beschränkt. Der Innenhof ist dadurch ein fast meditativer, ruhiger Ort, abgeschottet von der direkt unterhalb vorbeiführenden Straße und der Bahnlinie. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://pkc-freudental.de/wp-content/uploads/Hundertwasser-Haus-Innenhof-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3486"/><figcaption class="wp-element-caption">Innenhof des Hundertwasser-Hauses &#8222;unter dem Regenturm&#8220; in Plochingen</figcaption></figure>



<p>Nach dem leckeren Mittagessen im Waldhorn schlenderte die Gruppe noch hinüber auf den Bruckenwasen, welcher vor 25 Jahren die Landesgartenschau aufgenommen hatte und seitdem ein beliebtes Naherholungsgebiet geworden ist. Vielen Dank an Dr. Joachim Hahn für den fundierten Vortrag und die vielen unterschiedlichen Eindrücke von Kunst, Kultur und Geschichte in &#8222;seinem&#8220; Plochingen!</p><p>The post <a href="https://pkc-freudental.de/hundertwasser-in-plochingen/">Hundertwasser in Plochingen</a> first appeared on <a href="https://pkc-freudental.de">PKC Freudental</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
