Die Cellistin von Auschwitz
Vernissage einer Ausstellung
Das PKC zeigt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung vom 19. April bis 20. Mai 2026 die Ausstellung „Die Cellistin von Auschwitz“ in der ehemaligen Synagoge. Zur Eröffnung spricht Barbara Kirschbaum, die Autorin des gleichnamigen Kinderbuchs. Begleitet wird die Vernissage von Martina Trost mit Cello und Gesang.
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Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende.
Anita Lasker wurde 1925 in ein jüdisches assimiliertes Elternhaus in Breslau geboren. Musik spielte in der bildungsbürgerlich orientierten Familie eine große Rolle. Früh erwachte in der jüngsten Tochter Anita der Wunsch, Cellistin zu werden, was ihrer Begabung entsprach.
Während der NS-Zeit erlitt die Familie zunehmende Ausgrenzung und Verfolgung. Ein Auswanderungsversuch scheiterte, 1942 wurden die Eltern Lasker deportiert und ermordet, Anita Lasker und ihre Schwester Renate zur Zwangsarbeit in einer Papierfabrik verpflichtet. Dort verhalfen sie französischen Kriegsgefangenen mit Hilfe gefälschter Dokumente zur Flucht. Sie wurden entdeckt, verhaftet, zunächst im Gefängnis untergebracht, später dann unabhängig voneinander als politische Gefangene nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Anita wurde ins „Lagerorchester des KZ Auschwitz“ aufgenommen, was ihr Überleben zunächst sicherte. Durch einen wunderbaren Zufall fanden sich die Schwestern wieder, wurden später gemeinsam nach Bergen-Belsen deportiert und dort buchstäblich in letzter Minute von der britischen Armee befreit.
Das Kinderbuch „Die Cellistin von Auschwitz“ ist geschrieben und gezeichnet für junge Menschen im Alter von acht bis zwölf Jahren. Jedes Kind im Grundschulalter in Deutschland hat schon einmal den Namen »Hitler« gehört und dass »er« die »Juden« verfolgt hat – auch »Auschwitz« ist in diesem Zusammenhang häufig bekannt. Diesen Namen und Orten begegnet man im Alltag selbst auf der Straße, zum Beispiel auf den Stolpersteinen. Wenn dann Fragen kommen, sind die Eltern, Großeltern oder Pädagoginnen und Pädagogen häufig unvorbereitet. Das Buch „Du wirst gerettet werden“ und die hierauf basierende mobile Ausstellung will diese Lücke schließen und Hilfen anbieten.
Wir danken Thomas Janzen für das Titelbild.
