Veranstaltungen im:   SEP   OKT   NOV   DEZ   VORANKÜNDIGUNG

 

 

LÄUFT RUNTER WIE ÖL ... !

 

Was können wir vom Judentum lernen? Bestimmt können wir uns abschauen, wie gefeiert wird, nämlich fröhlich, ausgelassen, mit viel Wein und besonderen Speisen, natürlich auch mit einem guten Öl. Also wagen wir mal etwas Neues, nämlich einen MULTI ART – Abend mit Ölivenöl-Verkostung und sinnlicher Musik des Duos Olivera.


Wir können von den Juden aber auch das Lernen an sich lernen, indem wir selbst "dran bleiben“, uns weiter bilden und aufmerksam hinsehen oder hinhören. Nicht umsonst wird ja die Synagoge seit dem Mittelalter auf Jiddisch auch "die Schul“ genannt, weil man dort mit der Tora und aus der Tora immer weiterlernt. Aus diesem Grund seien drei Freudentaler Lernanlässe besonders hervorgehoben: der Vortrag von Dr. Michael Blume zu "Semitismus und Antisemitismus“, die Lesung von Elie Wiesels Texten mit Rudolf Guckelsberger sowie der Lerntag zu "Hate Speech“ im Internet mit Dirk Werhahn.


Das sehen wir als unseren Auftrag im PKC:
Wach bleiben und weiter lernen.

Herzliche Einladung zum Mitlernen!

 


Tag des offenen Denkmals

 So 08.09.2019 

 > öffentliche Führungen > Spende erwünscht  

11:30 Uhr > Steffen Pross, Journalist und Autor
14:00 Uhr > Michael Volz, Leiter für Pädagogik & Kultur

Vor knapp 300 Jahren, im Jahr 1723, kamen sechs jüdische Familien nach Freudental und erhielten von der damaligen Dorfherrschaft einen liberalen Schutzbrief. Die bald darauf erbaute klassizistische Synagoge, der jüdische Friedhof und weitere Spuren im Ort und in schriftlichen Quellen zeugen von blühendem Leben dieser jüdischen Gemeinde und von ihrem Einfluss weit ins Umland hinaus. Im Jahr 1862 waren sogar fast die Hälfte der Freudentaler Einwohner Juden.

Zwar wurde auch die Freudentaler Synagoge 1938 geschändet, aber nicht komplett zerstört. So zeigt uns heute die Genisa, der Synagogenschatz, mit seinen Kalenderfragmenten und hebräischen Schriften das reiche kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinde. Die Führung beginnt in der Synagoge und führt anschließend durch den kleinen Ort bis zum Friedhof. Männer sind freundlich gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

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Klezmers Techter: Jiddische Musik

 So 15.09.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

NINA HACKER, Kontrabass
GABRIELA KAUFMANN, Klarinette, Bassklarinette, Tenorsaxofon 
ALMUT SCHWAB, Akkordeon, Flöten, Hackbrett

Als eines der wenigen weiblichen Klezmerensembles sind Klezmers Techter europaweit bekannt.

Die Klezmermusik selbst stammt aus dem jiddischsprachigen Osteuropa und war von jeher beeinflusst von der Musik der jeweiligen Region. Mit den ersten Auswanderungswellen gelangte sie nach Amerika und verband sich dort mit dem swingenden Jazz, später spielten die Klezmorim auch mit türkischen und ungarischen Musikern.
Mit großem Respekt vor dem musikalischen Erbe erzählen Klezmers Techter von Leid und Sehnsucht, von bitteren Zeiten, aber auch von überschwänglicher Lebensfreude. Sie tun dies mit einer musikalischen Energie und einer Klangvielfalt, die ihresgleichen sucht.

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GÄRTEN DER WISSENSCHAFT

SEMITISMUS
UND
ANTISEMITISMUS

 So 22.09.2019 > 15:00 Uh > Vortrag > € 10 

DR. MICHAEL BLUME,
Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus

Die Feindschaft gegenüber Juden gehört leider seit der Antike zur Geschichte Europas. Juden wurden immer wieder als bedrohliche Verschwörer gedeutet, die den Rest der Menschen ins Unglück stürzen wollen.

Dr. Michael Blume beschreibt, wie diese antisemitischen Bedrohungsszenarien durch das Aufkommen von Medien wie Buchdruck, Radio, Film und Internet immer wieder verbreitet wurden und wie sie auch im Zeitalter von Social Media wirksam bleiben.

Der Antisemitismus richtet sich nicht nur gegen Juden, sondern greift häufig auch die gesamte demokratische Gesellschaft und ihre Vertreter an. Deshalb bedarf es einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, sich gegen die erstarkenden Verschwörungsmythen zu stemmen, die nicht nur von einer kleinen Minderheit getragen werden, sondern mittlerweile auch Einzug in Bereiche der Politik halten.

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Jazz und Weltmusik mit dem
Modus-Quartett

 So 13.10.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

HOURY DORA APARTIAN, Gesang
LORENZ BEYELER, Kontrabass
OMRI HASON, Perkussion
PARK STICKNEY, Harfe

Die Musik des Modus-Quartett ist ein buntes Geflecht von Fäden verschiedener Traditionen. Sie verbindet mediterranen Geist und überliefertes Liedgut aus Armenien mit Jazz und Eigenkompositionen der Bandmitglieder zu einem farbenfrohen Teppich. Treibende Rhythmen, berührende Melodien und der Einfluss verschiedener Kulturen
prägen die Musik von Modus.
Die syrisch-armenische Sängerin Houry Dora Apartian baut mit ihrer Stimme eine Brücke zwischen Jazz und orientalischer Musik. Der New Yorker Jazzharfenist Park Stickney erweitert den Sound der Band mit seinen zauberhaften Klängen. Der Kontrabassist Lorenz Beyeler und der in Israel geborene Perkussionist Omri Hason bilden den Kern des Quartetts.

Es entsteht eine mitreißende, dynamische Musik mit einem breiten Spektrum, das von Melancholie bis zu purer Lebensfreude reicht. Das Modus Quartett spielt einen frischen Oriental Jazz, wie man ihn nur selten hört!

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Stadtführung und Besuch im
Deutschen Literaturmuseum

 So 27.10.2019 > 09 – 16 Uhr > Exkursion > € 45 

HERBERT PÖTZSCH, 1. Vorsitzender des PKC

Warum in die Ferne schweifen?
Gut gehen, gut essen, gut lesen in Marbach am Neckar!

Bei einem Rundgang durch die Altstadt von Marbach werden Sie vom langjährigen Marbacher Bürgermeister einiges über die mehr als tausendjährige Geschichte der Stadt erfahren. Von den Anfängen im Mittelalter über die Zerstörung im pfälzischen Erbfolgekrieg bis zur Entwicklung in der Neuzeit gibt es viel Interessantes, und natürlich darf ein Blick auf Schiller und seine Auswirkungen auf die Stadt nicht fehlen.

Nach dem Mittagessen im Restaurant Schillerhöhe gehört der Nachmittag dann den Literaturmuseen. Wir besuchen das ehrwürdige Schiller-Nationalmuseum und den preisgekrönten Neubau des Literaturmuseums der Moderne. Thema sind hier jüdische Autorinnen und Autoren und Exil-Literatur. Informationen über das Deutsche Literaturarchiv runden das Programm ab.

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Spätlingsmarkt
im Kreishaus Ludwigsburg

 04. – 09.11.2019     Sie finden uns auf Ebene 5 

PARTNERSCHAFT DES LANDKREISES LUDWIGSBURG
MIT DEM OBEREN GALILÄA / ISRAEL

Der Spätlingsmarkt Ludwigsburg präsentiert 2019, wie in den letzten Jahren, neben heimischen Spezialitäten und Kunsthandwerk auch die Partnerregionen.Die Partnerschaft zum Oberen Galiläa ist so alt wie das Pädagogisch-Kulturelle Centrum Ehemalige Synagoge Freudental. In vielfältigen Begegnungen, bei unterschiedlichen Projekten und auf Studienreisen nach Israel werden die Kontakte bis heute gepflegt. Diese enge Verbindung spiegelt sich in der Präsentation von Künstlern, die im Oberen Galiläa leben und arbeiten, auf dem Spätlingsmarkt.

Eröffnungsfeier:
Mo 04.11.2019 um 18.30 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo 13 – 21 Uhr
Di, Mi, Fr 09 – 18 Uhr
Do 09 – 20 Uhr
Sa 09 – 14 Uhr


 So 10.11.2019 um 17:00 Uhr:


 Kurze Gedenkveranstaltung
 vor der Synagoge
 zur Erinnerung an die Schändung
 am 10. November 1938.


„Un di Welt hot geschwign“

 So 10.11.2019 

 > 18 Uhr > Lesung & Konzert > € 15 

RUDOLF GUCKELSBERGER, Sprecher
VANESSA PORTER, Marimbaphon

Als Fünfzehnjähriger wurde Elie Wiesel aus seiner Heimat gerissen und in die Hölle von Auschwitz verschleppt. Aber der Holocaust ist für ihn nicht das Ende der Geschichte und er will das Grauen nicht literarisch "konservieren“.

In einer Welt, die nach wie vor von Gewalt, Unterdrückung und Rassismus geprägt ist, will Elie Wiesel unser Engagement bestärken, will uns bewahren vor Apathie und Gleichgültigkeit.

Die Geschichten Elie Wiesels, sein literarisches und politisches Zeugnis, fordern uns heraus und ermutigen gleichzeitig.

Begleitet wird die Lesung mit eindrucksvollen Werken für Marimbaphon und diverse Perkussionsinstrumente von der vielfach ausgezeichneten jungen Musikerin Vanessa Porter.

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GÄRTEN DER WISSENSCHAFT

Vortrag und
Buchpräsentation
zur Genisa

 So 24.11.2019 > 15:00 Uhr > Vortrag > € 10 

PROF. DR. ANDREAS LEHNARDT,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Überreste der Genisa in der Synagoge von Freudental wurden 1981 entdeckt und danach erstmals genauer untersucht. In einer Ausstellung auf der Frauenempore werden seither einige bedeutende Funde gezeigt.

Im Rahmen eines von der Rothschild Foundation geförderten Projektes an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnten nun sämtliche Funde identifiziert und der Forschung zur Verfügung gestellt werden.

Den Abschluss dieses großen Projekts bildet eine Dokumentation, in der die Fundgeschichte, die wichtigsten Entdeckungen und Überlegungen zur historischen Bedeutung der Genisa präsentiert werden. Als besonders wichtig und spannend erwiesen sich die zahlreichen Kalenderfunde; daneben konnten auch seltene Drucke von jiddischen Erzählwerken ausgemacht werden, die sonst an keinem Ort erhalten geblieben sind!

Das Buch in der Reihe FREUDENTALER BLÄTTER wird an diesem Abend erstmals verkauft.

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Hass und „Hate Speech“ im Internet

 Sa 07.12.2019 

 > 10:00 - 16:00 Uhr > Lerntag für alle > € 25* 

DIRK WERHAHN, Geschäftsführer Evangelisches Kreisbildungswerk

Wenn Menschen abgewertet, angegriffen oder wenn gegen sie zu Hass oder Gewalt aufgerufen wird, spricht man von "Hate Speech“. Oft sind es rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare, die bestimmte Menschen oder Gruppen als Zielscheibe haben. Mit der Digitalisierung wird zwar einerseits unsere Kommunikation einfacher und schneller, aber andererseits werden auch die Hassreden lauter.

Egal, wie viel und wo Sie selbst im Netz unterwegs sind, das Nachdenken darüber lohnt sich. Dirk Werhahn, Leiter des Evangelischen Kreisbildungswerks Ludwigsburg, legt mit Referaten über "Hate Speech“ und "Identität im Netz“ die Grundlagen, Michael Volz, pädagogischer Leiter des PKC, moderiert die Diskussionen in größeren und kleineren Gruppen. Was haben wir dem Hass entgegenzusetzen?

*inklusive Tagesverpflegung         >>>Bitte bringen Sie Handy oder Laptop mit!

>>> Anmeldeformular                            nach oben


MULTI ART
Läuft runter wie Öl…!

 Sa 07.12.2019 > 20:00 Uhr > Kleinkunst > € 25* 

BERND REMBOR, Olivenölverkostung
GUDRUN REMBOR, Kunstwerke
VERA GLÖCKLER, Querflöte
OLIVER GLÖCKLER, Gitarre

Auf eine imaginäre Reise durch das Mittelmeer, von der Türkei über Griechenland nach Italien und von dort über Spanien bis Portugal nimmt uns Bernd Rembor mit,
Bäckermeister aus der Pfalz und Besitzer eines Olivenhains in der Toskana. Als charmanter Conférencier erläutert er kenntnisreich und ausgehend vom eigenen Olivenöl die unterschiedlichen Qualitäten der in Deutschland erhältlichen Ölsorten (fast) aller Mittelmeerländer.
Dazu präsentiert Gudrun Rembor ihre kraftvollen großformatigen Kunstwerke, die auf dem italienischen Landgut zwischen Pflege und Ernte der Oliven entstanden sind.

Das akustische Verwöhn-Programm von Vera Glückler an der Querflöte und Oliver Glückler an der Konzertgitarre rankt sich wie der Ast eines Olivenbaums darum herum! Sie führen mit ihrem Repertoire durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen und begeistern durch barocke Tonkunst, lateinamerikanische Fröhlichkeit und spanische Melancholie. Das Duo Olivera präsentiert unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla, Celso Machado und Manuel de Falla - Virtuosität, Präzision und Dynamik vereint in gefühlvoller Musik.
Freuen Sie sich auf einen gut geölten Abend im PKC!

*inkl. Öl, Brot, nichtalkoholische Getränke

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Barockmusik
für Gitarre, Cello und Gesang

 So 16.02.2020 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

PEDRO GONZALEZ, Gitarre
MARTINA TROST, Cello und Gesang

Die Sängerin und Cellistin Martina Trost und ihr Duopartner, der spanische Gitarrist Pedro Gonzalez, präsentieren ein Programm zumeist englischer Lieder aus der Barockzeit. Neben den weniger bekannten Kompositionen von John Barrett, John Eccles und Henry Carey werden die Musiker auch bekannte Liebeslieder wie "Come again“ und "Flow my tears“ des englischen Komponisten John Dowland aufführen. Auch Händel ("Nel dolce tempo“) und Bach (Partita in d-moll, BWV 1004) werden erklingen.

Martina Trost und Pedro Gonzalez kennen sich aus dem Studium an der Musikhochschule Düsseldorf. Der spanische Gitarrenprofessor reist aus Zaragoza an, um mit der Wahlschwäbin und Cello-Lehrerin gemeinsame Auftritte zu gestalten. Eine Besonderheit des Konzerts wird auch der Gesang von Martina Trost mit gleichzeitiger Cello-Begleitung sein.

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Jederzeit können Sie einen Termin für Vortrag & Führung oder den Literarischen Weg – einen Spaziergang durch das ehemalige Judendorf Freudental – vereinbaren.

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