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SCHONZEIT VORBEI

Buchtitel von Juna Grossmann

“Du Jude!“ – so beschimpfen sich heute manche Schulkinder und meinen “Du Opfer“. Was sich in unserer Gesellschaft breit macht, ist der ungezügelte, oft wissensfreie, aber manchmal sehr bewusste Umgang mit antisemitischen Ressentiments. Dem gegenüber stehen Lehrer, Mitarbeitende an Gedenkstätten und viele andere Wissensvermittler und merken, dass sie die jungen Leute mit ihren Angeboten nicht mehr so leicht erreichen. Der einzige Grund, sich weiter mit dem Antisemitismus zu befassen, ist, ihn eines Tages abzuschaffen. Der Hass gegen die Juden ist nicht nur ein Vorurteil, sondern oftmals auch eine Leidenschaft oder sogar eine Weltanschauung (Jean-Paul Sartre). Wir wollen die Emotionen der Jugendlichen wahrnehmen und mit individuellen Geschichten von Freudentaler Juden kontern! Und wir wollen uns selbst prüfen, uns unsere Gefühle zum Thema bewusst machen, um schon die Mikro-Aggressionen in unserem eigenen Alltag zu erfassen und auf positive Weise zu bearbeiten.

 


 

 IZABELLA EFFENBERG TRIO

 So 24.02.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > €15 

IZABELLA Effenberg, Vibrafon, Crotales, Hapy
JOCHEN PFISTER, Klavier
PAWEL CZUBATKA, Schlagzeug, Marimbola

Izabella Effenberg ist eine der wenigen Frauen die improvisierte Musik auf dem Vibrafon spielen. Die Musik des Trios schöpft aus Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik, geht aber auch neue Wege.
Arrangierte Passagen und Improvisationen fließen ineinander und erlauben den kreativen Austausch dreier außergewöhnlicher Musiker.
Außer den originalen Tönen der Instrumente werden auch Klangeffekte durch ein präpariertes Klavier, Trommeln, Marimbola, Crotales, Hapy, Weingläser und sogar Plastiktüten erzeugt.

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The Leonard-Cohen-Project:
Songs of Love and Hate

 So 10.03.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

MANUEL DEMPFLE, Gitarre und Gesang
JÜRGEN GUTMANN, Gitarre und Gesang
THOMAS SCHMOLZ, Gitarre

"Songs Of Love And Hate“ ist ein Studio-Album des kanadischen Musikers und Schriftstellers Leonard Cohen aus dem Jahr 1971. Liebe und Hass ist der rote Faden seines Gesamtwerks und wurde dadurch auch zum Titel der ersten gemeinsamen Produktion des Leonard-Cohen-Projects, das im November 2012 entstand.
Die drei Ludwigsburger Musiker konzentrieren sich vor allem auf die frühen Lieder, die noch ohne große orchestrale Begleitung maßgeblich von der markanten Stimme und Gitarrenbegleitung Cohens geprägt sind. Das Live-Programm des Trios ist bestes Entertainment, absolut glaubwürdig und überzeugend.

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Wo schon am Samstag Sonntag war

 So 24.03.2019 > 18:00 Uhr > Film & Gespräch > € 10 

EBERHARD TSCHEPE, Regisseur
RAINER WAGNER, Redakteur
STEFFEN PROSS, Moderation

Der "Freudental-Klassiker“ kommt zurück nach Freudental! Gut 30 Jahre nach der Aufnahme ist diese Dokumentation des SDR mit vielen "O-Tönen“ immer noch sehenswert und diskussionswürdig. 

Fröhliche und traurige, auch schaurige Erinnerungen an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger werden von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichtet. Der Titel greift auf, dass die Freudentaler in den umliegenden Dörfern als faul verschrien waren, weil hier an zwei Tagen von der Arbeit pausiert wurde, am Schabbat und am Sonntag…

Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

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Schonzeit vorbei

 So 07.04.2019 18:00 Uhr > Lesung > € 10 

JUNA GROSSMANN, Autorin

Ist Antisemitismus in Deutschland schon die neue Normalität? Dieser Frage geht die Autorin, die in einer NS-Gedenkstätte arbeitet und seit Jahren beobachtet, wie offene judenfeindliche Angriffe weiter zunehmen, schonungslos nach. 

In ihrem Buch schildert die jüdische Deutsche das Leben unter dem permanenten antisemitischen Beschuss und berichtet von einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte. Sie will sich jedoch nicht damit abfinden, innerlich bereits "auf gepackten Koffern“ zu sitzen.


Eine Anfrage an uns alle, denn auch unsere Schonzeit ist vorbei!

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JÜDISCHES LEBEN IN FREUDENTAL 

 So 12.05.2019 > 14 bis 16 Uhr > Führung > € 10* 

MICHAEL VOLZ, Leiter für Pädagogik & Kultur

Vor knapp 300 Jahren, im Jahr 1723, kamen sechs jüdische Familien nach Freudental und erhielten von der damaligen Dorfherrschaft einen liberalen Schutzbrief. Die klassizistische Synagoge, der jüdische Friedhof und weitere Spuren zeugen von blühendem Leben dieser jüdischen Gemeinde und von ihrem Einfluss weit ins Umland hinaus. Im Jahr 1862 waren sogar fast die Hälfte der Freudentaler Einwohner Juden.
Zwar wurde auch die Freudentaler Synagoge 1938 geschändet, aber nicht komplett zerstört. So zeigt uns heute die Genisa, der Synagogenschatz, mit seinen Kalenderfragmenten und hebräischen Schriften das reiche kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinde.

Die öffentliche Führung beginnt in der Synagoge und führt anschließend durch den kleinen Ort bis zum jüdischen Friedhof. Männer sind freundlich gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

* inklusive Kaffee und Hefekranz

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Jerusalem Duo

 So 12.05.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

ANDREY ARIEL TSIRLIN, Saxophon
HILA OFEK, Harfe

Das Jerusalem Duo versteht sich als eine neue Stimme in der Welt der klassischen Kammermusik. Im Zusammentreffen eines der ältesten und eines der jüngsten Instrumente der Musikgeschichte eröffnet sich ein bislang selten gehörtes Klangerlebnis, denn in der von den beiden Musikern dargebotenen Kombination erklingen Harfe und Saxophon in schönster Harmonie.
Von kenntnisreicher und unterhaltsamer Moderation begleitet, nehmen Hila Ofek und Andrey Ariel Tsirlin das Publikum mit auf eine musikalische Reise, die ohne Berührungsängste Klassik, Klezmer, jiddische Lieder, Tango und viele andere Genres der Weltmusik miteinander verbindet.

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CHAIM & ADOLF

 So 02.06.2019 > 18:00 Uhr > Theater > € 15 

Theater Lindenhof, Melchingen
Stefan Hallmayer • Martin Olbertz • Franz Xaver Ott

Chaim Eisenberg, Israeli mit deutschen Wurzeln, kommt zum wiederholten Male zum Wandern ins Schwabenland. In dasselbe Dorf, in denselben Gasthof. Doch eines fehlt ihm in der Idylle: ein adäquater Schachpartner. Laut Gastwirt Martin kommt dafür nur der Bauer Adolf in Frage. Obwohl der Name bei Chaim Skepsis auslöst, lässt er sich auf die Schachpartie ein.
Mit dem gemeinsamen Spiel beginnt eine Spurensuche in die Vergangenheit. Verbindet die beiden etwa mehr als die Liebe für Springer, Bauer und König? Das witzige, spannungsreiche und versöhnliche Stück von Stefan Vögel passt wunderbar nach Freudental!
Wir bewirten Sie mit Getränken und kleinem Imbiss.

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Jerusalem am Rhein
Tagesexkursion nach Worms & Speyer

 So 07.07.2019 > 08 – 19 Uhr > Exkursion > € 65* 

MICHAEL VOLZ, Leiter für Pädagogik & Kultur
RUDOLF GUCKELSBERGER, Sprecher

Seit dem Mittelalter sind die "Schum“-Städte in der jüdischen Welt wegen ihrer bedeutenden Talmud-Schulen bekannt. Sie waren das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit und sind ähnlich bedeutsam wie Jerusalem, weil die hier entstandenen Verordnungen, Gebete und Lieder das europäische Judentum bis heute prägen. Wir besuchen unter anderem den uralten "Heiligen Sand“, den großen jüdischen Friedhof in Worms und das berühmte Ritualbad, die Ruine der alten Synagoge und die neue Synagoge in Speyer.

Durch den Tag begleiten uns passende Texte aus verschiedenen Jahrhunderten, vorgetragen von Rudolf Guckelsberger.

* inklusive Mittagessen

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GÄRTEN DER WISSENSCHAFT

 So 14.07.2019 > 15:00 Uhr > Vortrag > € 10 

PROF. DR. STEFAN SCHREINER, Universität Tübingen

Längst ist der Islam zu einem immer wieder neu beschworenen Feindbild avanciert, das zu unterschiedlichen Zwecken instrumentalisiert wird. Übersehen wird dabei, dass es den Islam nicht nur nicht gibt, sondern es Menschen in unserer Nachbarschaft sind, die den Islam in seiner ganzen Vielfalt abbilden. Wie gestalten wir diese nicht mehr ganz neue Nachbarschaft heute?
In dem Wissen, dass der Islam unsere europäische Geschichte und unsere Kultur nachhaltig mitgeprägt hat und dass heute schon beinahe jedes Dorf zu einem ebenso multi-ethnischen wie multi-religiösen und multi-kulturellen Gemeinwesen, ja zu einer globalen Gesellschaft in nuce geworden ist, ergibt sich das Verstehen des anderen als die notwendige Voraussetzung dafür, mit ihm angstfrei umgehen zu lernen.

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Klezmers Techter: Jiddische Musik

 So 15.09.2019 > 18:00 Uhr > Konzert > € 15 

NINA HACKER, Kontrabass
GABRIELA KAUFMANN, Klarinette, Bassklarinette, Tenorsaxofon
ALMUT SCHWAB, Akkordeon, Flöten, Hackbrett

Als eines der wenigen weiblichen Klezmerensembles sind Klezmers Techter europaweit bekannt.

Die Klezmermusik selbst stammt aus dem jiddischsprachigen Osteuropa und war von jeher beeinflusst von der Musik der jeweiligen Region. Mit den ersten Auswanderungswellen gelangte sie nach Amerika und verband sich dort mit dem swingenden Jazz, später spielten die Klezmorim auch mit türkischen und ungarischen Musikern.
Mit großem Respekt vor dem musikalischen Erbe erzählen Klezmers Techter von Leid und Sehnsucht, von bitteren Zeiten, aber auch von überschwänglicher Lebensfreude. Sie tun dies mit einer musikalischen Energie und einer Klangvielfalt, die ihresgleichen sucht.

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Jederzeit können Sie einen Termin für Vortrag & Führung oder den Literarischen Weg – einen Spaziergang durch das ehemalige Judendorf Freudental – vereinbaren.

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