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Studienreisen 2017

DIALOG DER KULTUREN ist prägender Gedanken der Studienreisen, die das PKC Freudental anbietet.
In der Auseinandersetzung mit dem Fremdem und dem Eigenen, dem Vergangenen und dem Gegenwärtigen, werden Erkenntniswege ermöglicht für die Zukunft.

Reiseziele in 2017:

> Erfurt und Weimar
> Israel


Gerne informieren wir Sie über die weitere Reiseplanung.
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> Anmeldung

ERFURT UND WEIMAR
Spurensuche religiösen und geistigen Lebens - vom Mittelalter bis heute

  05. – 09. April 2017 

Reiseleitung: Barbara Schüßler, PKC Freudental

Referenten:
Steffen Pross, der sowohl historisch, als auch in den örtlichen Verhältnissen bewandert ist
Prof. Karl Henning Seemann übernimmt die kunsthistorischen Erläuterungen, insbesondere zu Cranach

Sowie lokale Guides vor Ort

 

 

GEISTIGE HEIMAT FÜR LUTHER

Erfurts Stadtbild wird geprägt von der mittelalterlichen Altstadt mit dem Dom St. Marien und der Severikirche sowie weiteren etwa 25 Pfarrkirchen.

Hier fand Martin Luther seine geistige Heimat. Die Universität bezeichnete er selbst als "mater mea [...], cu [...] honorem debeo" [meine Mutter, der ich Ehrerbietung schulde]. Hier trat er ins Kloster ein und wurde zum Priester geweiht. 

Enger Freund und Wegbegleiter war Lukas Cranach d.Ä., aus dessen Werkstatt mehrere Arbeiten in Erfurt zu sehen sind.  Als Wirkungsstätte Meister Eckarts war aber schon das mittelalterliche Erfurt ein wichtiger Schauplatz des Einspruchs gegen die römische "Orthodoxie" gewesen.

JÜDISCHES LEBEN FRÜHER UND HEUTE

Zur Zeit Luthers waren in Erfurt keine Juden geduldet. Von einer großen jüdischen Gemeinde seit dem 11. Jahrhundert zeugen die Mikwe und die "Alte Synagoge" - diese einzige als intaktes Gebäude erhaltene, mittelalterliche Synagoge in Deutschland ist seit wenigen Jahren ein Museum.

Erst zur Zeit der Napoleanischen Kriege konnten sich wieder Juden ansiedeln, ihre neu erbaute "Große Synagoge" wurde im Novemberpogrom 1938 abgebrannt.

1952 konnte auf diesem Platz die "Neue Synagoge" erbaut werden - der einzige reine Synagogenneubau nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der DDR.  Diese bietet heute den Mittelpunkt eines lebendigen jüdischen Gemeindelebens.

ZIVILILSATIONSBRUCH

Der Zivilisationsbruch während des Nationalsozialismus wird am Erinnerungsort "Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz" sichtbar. Von hier fällt der Blick auf den Ort, an dem die Verbrennungsöfen noch heute zu sehen sind: Buchenwald, das ehemalige Konzentrationslager. Hier sind nur wenige Gebäude erhalten geblieben, doch die graue Weite des Geländes und eine vorzügliche Ausstellung vermitteln eindrücklich dessen Geschichte.

Als das Lager 1937 eingerichtet wurde, ging aus Weimar die Bitte an Heinrich Himmler, "das Lager solle bitte nicht Konzentrationslager Etterberg heißen, weil auf ewig der Ettersberg mit dem Leben des Dichters Goethe in Zusammenhang steht".

"Hier fühlt man sich groß und frei, wie die große Natur, die man vor Augen hat, und wie man eigentlich immer sein soll" notierte dieser über seine Spaziergänge hinaus aus Weimar.

GOETHE UND SCHILLERS WEIMAR

Bis heute ist diese Stadt mit der Klassik, mit dem Leben und Wirken von Goethe und Schiller verknüpft.

 

LEISTUNGEN

  • Fahrt von Bietigheim nach Erfurt sowie Weimar nach Bietigheim mit der Bahn
  • Drei Übernachtungen in Erfurt  in der historischen Altstadt
  • Eine Übernachtung in Weimar im Zentrum
  • Halbpension

  • Programm lt. Ausschreibung >>> zum Herunterladen
  • Transfers vor Ort
  • Eintrittsgelder und Führungen

Preis € 925 [EZ-Zuschlag € 80]



Anmeldung: PKC Freudental > Das Formular zum Herunterladen
Veranstalter: Freudentaler Reisebüro > Allgemeine Reisebedingungen

> Bildnachweis

 


 

ISRAEL – ERZIEHUNG ZUM FRIEDEN

 11. – 19. September 2017  

 

Reiseleitung: Barbara Schüßler, PKC Freudental
Unterstützt durch lokale Guides vor Ort

Die multikulturelle Struktur der israelischen Gesellschaft spiegelt sich im pluralistischen Schulsystem. Neben staatlichen Schulen finden sich staatlich-religiöse Schulen, an denen die jüdische oder die arabisch-muslimische Kultur besonders betont werden sowie solche in privater Trägerschaft, unter denen die Ultra-Orthodoxen Juden den größten Anteil haben.

Grundpfeiler der Lehrpläne für alle Schularten ist die Friedenspädagogik. Ziel ist es, die Kinder zu verantwortungsbewussten Mitgliedern einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft zu erziehen.

Trotzdem sind Schulen, an denen Kinder aus Familien unterschiedlicher Religionszugehörigkeit gemeinsam unterrichtet werden, immer noch eine Ausnahme. Eine Barriere stellt die Sprache dar. Ivrit als offizielle Amtssprache müssen alle Menschen in Israel sprechen können. Arabisch lernen aber nur wenige Juden.

Wege zum Frieden entstehen im Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kultur und Religion, in Projekten, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen.

Dieses Miteinander von Juden, Arabern und Christen zu erleben, dabei die engagierten Macher besonderer Projekte kennenzulernen, ist Ziel dieser Reise.

Die Route führt zu unterschiedlichen Themen und Orten.

Ausgangspunkt ist Jerusalem, Ort der zentralen Gedenkstätte Yad Vashem, in der im Tal der Gemeinden auch der Name Freudental eingraviert ist.

Das PKC Freudental und der Landkreis Ludwigsburg sind in besonderer Weise mit dem Oberen Galiläa verbunden.

Hier, auf den Golanhöhen, an der Grenze zu Syrien und dem Libanon, besteht zwischen jüdischen Kibbuz-Gründungen und Drusen-Siedlungen gute Nachbarschaft. Die gemeinsame Unterrichtung aller Kinder ist hier (und an anderen Orten) so selbstverständlich, wie es als etwas Besonderes erwähnt wird.

Im Süden, am Rande der Negev-Wüste kämpfen Beduinen-Frauen um Anerkennung und Gleichberechtigung.

Menschenwürde ist auch Thema der Bewohner in Bethlehem, das sehr nah und doch so fern zu Jerusalem liegt.

In Jerusalem - Stadt der Gegensätze und Melting-pot, heiliger Ort für Armenier, Christen, Juden und Muslime, schließt sich der Kreis.

Diese Reise vermittelt in Begegnung und Gespräch verschiedenste Eindrücke freundschaftlichen Miteinanders und gelingender Friedensprozesse in kultureller Vielfalt. Dabei wird auch die Mannigfaltigkeit der Landschaft Israels erlebbar.

LEISTUNGEN

  • Flug ab Stuttgart nach Tel Aviv
  • Übernachtungen in Gästehäusern und guten Hotels
  • Halbpension
  • Programm lt. Ausschreibung
  • Transfers vor Ort
  • Eintrittsgelder und Führungen sowie Workshops

> Das geplante Programm

 


>>> Hier können Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen – Reisevereinbarungen des PKC Ehemalige Synagoge Freudental – einsehen.